Van Wattlüü un Indioners
En Oostfrees vertellt- eine Ostfriesin erzählt- An East Frisian tells


"Süßes oder saures"

Meine Enkeltochter wollte wissen, warum wir eigentlich Halloween feiern. Ihren Gruselkuchen hatte sie fertiggestellt und gemeinsam haben wir im Internet nach Antworten gesucht. Je mehr wir recherchierten, desto mehr zog auch mich das Thema in seinen Bann.

Als sie am Abend zurückkehrte zu Mama und Papa in die Wohnung über mir, vertiefte ich mich weiter in das Thema. Zu meiner Zeit, als ich im Alter meiner Enkeltochter war, gab es kein Halloween. Es gab aber etwas Ähnliches, wo wir Kinder von Haus zu Haus zogen und mit Süßigkeiten, Äpfeln und Pfeffernüssen belohnt wurden. Immer zum Geburtstag von Sankt Martin, am 10. November, klangen unsere Lieder durch die Straßen und unsere bunten Laternen erhellten die Nacht. Ich habe diesen ostfriesischen Brauch immer geliebt und konnte es kaum abwarten, bis die Dunkelheit den kleinen Ort einhüllte. Komm mit mir zurück in die dunklen Straßen Ostfrieslands von damals und lies meine ganz persönliche Kindheitserinnerung " Laternennacht"

Jetzt war es das Halloweenfest, das meine Enkeltochter in ihren Bann zog. Ich war immer davon ausgegangen, dass Halloween aus Amerika zu uns über den großen Teich gekommen ist. Dabei liegt der Ursprung in Irland und ist auf das keltische Samhain-Fest zurückzuführen. Mich haben diese Hintergründe so fasziniert, dass ich noch eine eigene Seite dazu zusammengestellt habe.

Samhain, das keltische Winterfest

Dem keltischen Kalender zufolge war das Jahr in zwei Hälften eingeteilt. Die dunkle Jahreszeit beginnt mit Samhain (ausgesprochen: Sow-en) und endet am 1. Mai. Zum Fest der Toten wurden die Verstorbenen als Ehrengäste eingeladen, was von festgelegten Ritualen begleitet wurde. Nach den Überlieferungen löschten die Menschen zudem ihre Herdfeuer und versammelten sich im rituellen Zentrum ihres Stammes. Hier ehrten sie auch ihre Götter mit Geschenken und Gaben. Ihre Wünsche und Gebete flossen mit ein, wenn der Druide das neue Feuer entzündete. Am Ende der Zeremonie entfachte jeder Brennmaterialien daran, um das Feuer des heimischen Herdes damit wieder anzuzünden. Die Asche der Freudenfeuer wurde oft als Schutz auf die Felder gestreut. Irische Auswanderer brachten den Brauch wohl später nach Amerika.

The Irish Samhain in deutscher Sprache erklärt!





Im Wandel der Jahreszeiten